Am 22. Februar 2026 konnten Kandidierende von sieben Darmstädter Parteien zu fünf Leitfragen zur Wärmeplanung und deren Auswirkungen Stellung nehmen.
Die Veranstaltung wurde freundlicherweise von Radio Darmstadt aufgezeichnet.
Den Mitschnitt der Diskussion können Sie auf podcast.radiodarmstadt.de oder direkt hier anhören.

Podiumsdiskussion: Sozialverträgliche Wärmewende | Kommunalwahl 2026
Moderation:
- Julia Jäger – Energieberaterin
- Prof. Sven Linow – Wärmelehre und Umwelttechnik
Teilnehmer:
- Stefan Seyfried (Grünen)
- Hartweg Jourdan (CDU)
- Bijan Kaffenberger (SPD)
- Doris Winter (Linke)
- Frederik Jobst (Volt)
- Arne Herrmann (Uffbasse)
- Leif Blum (FDP)
Öl und Gas heizen nicht nur Deine Wohnung,
sondern auch das Klima.
Die aktuelle geopolitische Lage macht deutlich: Gasimporte gehen mit einer problematischen Abhängigkeit von autokratischen Staaten einher. Welche Risiken das birgt, wurde in der Gaskrise 2022 sichtbar. Auch die politische Unsicherheit in den USA verschärft die energiepolitische Gesamtsituation. Ein ansteigender CO₂ Preis und steigende Netzentgelte infolge rückläufiger Gasabnahme machen den Einsatz von Gas zunehmend unwirtschaftlich. Nicht zuletzt hat der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt haben im Beschluss „Höchste Priorität für Klimaschutz – Weltklima in Not – Darmstadt handelt“ im September 2019 Klimaneutralität für die Stadt bis 2035 festgelgt. All dies verdeutlicht, weshalb ein schnelles und konsequentes Umsteuern in der Wärmeversorgung dringend notwendig ist.
Das Hessische Energiegesetz verpflicht die Stadt eine Wärmeplanung aufzustellen und darin nachzuweisen, wie die Versorgung mit Wärme bis zum Jahr 2045 – also binnen maximal 20 Jahren – klimaneutral erfolgt. Diese Wärmeplanung wurde nun am 29.01.2026 veröffentlicht.
Die notwendige Transformation im Wärmesektor wird viele Menschen stark betreffen. Speziell Mietende sind nicht frei in der Wahl ihrer Wärmeversorgung – diese wird durch die EigentümerInnen getroffen. Die Kosten hingegen zahlen die Mietenden, die gleichzeitig wenig Einfluss auf den energetischen Standard der Immobilie haben. Neben hohen Mieten sind auch die Heizkosten ein Kostenfaktor für viele Menschen in Darmstadt.
Wie kann Wärmewende in Darmstadt sozialverträglich umgesetzt werden? Wie kann zukunftsfähige Wärme, für alle auch zukünftig bezahlbar bleiben?
Die Kandidaten der 7 eingeladenen Parteien können zu fünf Leitfragen Stellung nehmen und darstellen inwieweit sie sich mit der Kommunalen Wärmeplanung der Stadt Darmstadt, der sozialen Frage der Wärmeversorgung und der Preisentwicklung für die Menschen in dieser Stadt auseinandergesetzt haben und gute Lösungen anbieten können. Diese Veranstaltung soll Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit geben sich eine eigene Meinung zur Wärmewende zu bilden und (im Anschluss an die Podiumsdiskussion) direkt mit den Kandidierenden der Parteien ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung wird organisiert von der Initiative „Faire Wärme für Darmstadt“. Sie wird unterstützt von der Hochschule Darmstadt, dem Evangelischen Dekanat Darmstadt, Greenpeace und dem BUND.
Wärmewende gestalten, am 22.Februar 2026!

